ENERGIEwender Nordhessen

mas_sw_180Werte Leser,

aktuell arbeiten wir mit ganzer Kraft an unserem neuen, regionalen EE-Web ENERGIEwender Nordhessen.
http://www.energiewender-nordhessen.de/

 

Energiewender – global denken, lokal handeln.
Erneuerbare Energie in der Praxis

Auch in unserer Region Nordhessen arbeiten jeden Tag egagierte Menschen, viele seit Jahrzehnten, auf Dächern, in Heizungskellern oder in Büros ganz praktisch an der Energiewende. Die Ideen und Themen, Tipps und Lösungsvorschläge dieser ENERGIEWENDER in und über die Region hinaus bekannt zu machen, ist die zentrale Aufgabe dieser Webseite.

Dass wir dabei den größeren politischen Kontext streifen werden, wird sich kaum vermeiden lassen. Immerhin ist die deutsche Energiewende, also der gleichzeitige Ausstieg aus Atomkraft und fossilen Energien, nicht nur ein einzigartig deutscher Weg, sondern volkswirtschaftlich betrachtet auch ein der Mondlandung vergleichbares Herkulesprojekt.

Vom „Öko-Spinner“ zum gefragten Photovoltaik-Gutachter

buerger_06_150x200Thomas Bürger (Foto) aus Hessisch Lichtenau, ist gewiss ein Photovoltaik-Pionier: Seit über 25 Jahren plant, baut, begleitet und begutachtetet der Sachverständige für Photovoltaik und Solarthermie nunmehr Solaranlagen aller Art. Seine Erfahrung bringt er am liebsten bereits in die Konzeption mit ein – immer häufiger ist seine Expertise aber auch bei Rechtstreitigkeiten und vor Gericht gefragt.

Herr Bürger, wie fing das an mit Ihnen und der Photovoltaik?

Schon während meiner Ausbildung zum Elektroinstallateur und Energieanlagenelektroniker bei VW in Baunatal war Solarstrom am Rande ein Thema. 1986, ich hatte gerade ausgelernt, bekam der ganze Themenkomplex Erneuerbare Energie durch die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl eine völlig neue Dynamik – und Ernsthaftigkeit. Ich arbeitete bereits  seit Ende der 80er Jahre in der Arbeitsgemeinschaft Solartechnik Kassel mit. Wir haben Solar-Fahrzeuge gebaut, herumexperimentiert mit der neuen Technik, im Vergleich zu heute war das natürlich alles Pionierarbeit.  In dieser Zeit haben wir sogar Nordhessens erste Solartankstelle aufgebaut.

Was hat sich seit 1986 geändert?

Die Technik hat sich in manchen Bereichen, Stichwort Kollektoren oder Wechselrichter, unglaublich in Richtung Effizienz entwickelt. Zudem haben sich die politischen Rahmenbedingungen komplett gedreht. Anfangs hielt man uns für  Öko-Spinner, dann kam das erste Erneuerbare Energien Gesetz, und heute ist die PV-Anlage auf dem Eigenheim fast schon eine Pflichtübung.

Hat es auch Fehlentwicklungen gegeben?

Ganz klar gab es Fehlentwicklungen. Der Markt war viele Jahre zu stark subventionsgetrieben und der Vollzug des EEG oft chaotisch. Viele PV-Anlagen  älterer Bauart – aber entgegen aller Erwartungen auch neuere Baujahre –  bleiben ertragsseitig oft deutlich hinter den Erwartungen zurück oder zeigen erheblich bauliche oder technische Mängel. Damit habe ich als PV-Gutachter täglich zu tun.

Wo sehen Sie politisch Handlungsbedarf?

Persönlich  ärgert mich, dass das Problem der Speichertechnik trotz EEG und Milliarden-Subventionen noch immer nicht wettbewerbsfähig gelöst ist. Und den vom IWES vorgeschlagenen Ausbau vielbefahrener Autobahnstrecken für solarstrombetriebene Oberleitungs-LKW halte ich für sehr spannend. Insgesamt erwarte ich bald einen deutlich Entwicklungsschub bei den Elektrofahrzeugen.

Hilfreiche Tipps für künftige Bauherren?

Heute muss der wichtigste Tipp lauten: Auf keinen Fall eine billige Anlage kaufen oder ohne Rücksprache mit einem Fachmann im Internet bestellen. Eine Photovoltaikanlage ist einerseits eine energietechnische Einrichtung und erfordert Fachkenntnis.  Zudem ist eine PV-Anlage grundsätzlich eine langfristige Investition. Gut beraten und mit einem erfahrenen Handwerker baut man das was man wirklich braucht und sich auch langfristig tatsächlich rechnet.

Kontaktdaten:
Thomas Bürger, Hessisch Lichtenau
Sachverständiger für Photovoltaik und Solarthemie
Gerichtsgutachter
www.solar-gutachten.com

 

Energiewende gewinnt an Fahrt: Neues Marktanreizprogramm (MAP) ab 01.04.2015

"Effiziente Heizsysteme mit Geld vom Staat", Förderbibel des BDH, 03-2015.

„Effiziente Heizsysteme mit Geld vom Staat“, Förderbibel des BDH, 03-2015.

In Sachen Energiewende belässt es die Bundesregierung nicht bei warmen Worten. Mit dem neuen Marktanreizprogramm (MAP), das zum 01.04.2015 in Kraft tritt, werden nicht nur die Förderzuschüsse Photovoltaikanlagen, thermische Solaranlagen,  Wärmepumpen, Biomasse-, Wind- und Wasserkraftanlagen sowie Biogasanlagen teilweise deutlich erhöht. Auch der Kreis der Antragsberechtigten wird ausgeweitet. Das Programm richtet sich nun auch dezidiert an Gewerbetreibende und Unternehmen sowie die Kommunen als Träger öffentlicher Einrichtungen, Kirchen und gemeinnützige Träger. Doch auch private und gewerbliche Hausbesitzer, die auf moderne Heizungen mit erneuerbaren Energien umstellen wollen, erhalten nun deutlich höhere Investitionszuschüsse. Weiterhin wird der Ausbau bestehender Anlagen gefördert, erstmals wird sogar deren nachträgliche Optimierung. Bei der Solarthermie wurde erstmals eine ertragsabhängige Förderung – alternativ zur Innovationsförderung – eingeführt.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
BMWi – Aktuelle Förderübersicht Stand 01.04.2015

Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH)
Broschüre „Effiziente Heizsysteme mit Geld vom Staat“, Stand 03-2015

Holz – auch als Parkett voll im Trend

Andreas Müller, Schreiner und Online-Parketthändler aus Kassel.

Andreas Müller, Schreiner und Online-Parketthändler aus Kassel, gibt Tipps zu Holz und Parkett.

Neue Bodenbeläge steigern den Wohnwert und das persönliche Wohlbefinden, schlagen sich im Immobilienwert allerdings nur selten nieder.

Daher tendieren gewerbliche Vermieter zur günstigen, strapazierfähigen Auslegeware, während in selbstgenutzten Immobilien, Eigenheimen und Eigentumswohnungen, der Trend hin zum Naturprodukt Holz geht.

Im Interview gibt Andreas Müller (Foto), Baufachmann aus Kassel und Parkett-Profiseller im Internet, Tipps für die Wahl des richtigen Bodenbelags.

Herr Müller, woher rührt der Trend zum Holz?

Holz ist schlicht ein phantastisches Naturprodukt. Viele deutsche und europäische Produzenten sind heute zertifiziert, das gewährleistet hohe Umweltstandards bei Produktion und Produkt. Holz, ob als Parkett oder nachwachsender Energieträger, passt ideal zu unseren Vorstellungen von gesundem, ökologischem, nachhaltigem Leben und Wohnen, vermute ich.

Laminat, Parkett oder gleich einen Dielenboden. Was bevorzugt der Fachmann?

Ganz klar Parkett. Großformatige Dielenböden sind schon sehr gut. Parkett sieht aber noch edler aus, wird in vielen Varianten angeboten und ist in der Praxis pflegeleichter als Holzdielen. Wenn man bedenkt, wie viel technische Innovation in einem modernen Parkett steckt, sind die Parkett-Preise nach wie vor günstig. Im privaten Bereich ist das moderne Klickparkett zudem sehr beliebt, weil es bereits ein versierter Heimwerker ordentlich verlegen kann.

Was ist das Besondere an Parkett?

Parkett ist ein Naturprodukt und zugleich ein hochwertiger, oft wunderschöner Fußbodenbelag. Der richtige Parkettboden schafft individuelle Atmosphäre, verbessert das Raumklima und ist dank seiner strapazierfähigen, glatten Oberflächen auch noch besonders hygienisch.

Sollte man Holz-Parkett oder Dielenböden selbst verlegen?
Modernes Klick-Parkett bringt seinen Unterbau schon mit und ist daher leichter zu verlegen. Auf alle Fälle sollte man sich aber vor dem Kauf des Materials fachlich beraten lassen bzw. gut informieren. Auch günstiges Parkett kann sehr gut sein, teures Parkett im Einzelfall unangemessen. Tatsächlich hat der Kunde hier die Qual der Wahl beim Material.

Sie betreiben einen Online-Shop und empfehlen persönliche Beratung?

Klar, ich biete ja auch im Internet persönliche, sprich telefonische Beratung rund um unsere Parkett-Produkte an. Wir sprechen mit unseren Kunden, meist Handwerker und Heimwerker, darüber, welches Produkt sich im konkreten Fall am besten eignet. Das ist auch in unserem Interesse, wir wollen 100% zufriedene Kunden. Aber oft wollen die Kunden auch einfach nur wissen, wie wir es schaffen, ohne Qualitätsverlust so günstige Preise anzubieten.

Kontakt:
Andreas Müller, Kassel
www.parkett-billiger.de

Markt- und Technologieführer auf der ISH

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ISH Frankfurt präsentiert internationale Marktführer. Foto: Messe Frankfurt Exhibiton GmbH / Jens Liebchen

Die Weltneuheiten-Schau ISH in Frankfur präsentiert vom vom 10. bis 14. März 2015 alle Markt- und Technologieführer aus den Bereichen ISH Water und ISH Energy an einem Ort vereint.

Innovationen und Produktneuheiten rund um die Themen Wasser und Energie bietet die Weltleitmesse ISH in Frankfurt am Main eine Bühne. Auf rund 260.000 qm präsentieren sich über 2.400 Ausstellern aus über 50 Ländern, die zur weltgrößten Leistungsschau für die Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik und Erneuerbare Energien ihre Neuheiten vorstellen.

Besonders interessant: Der Bereich ISH Energy mit der Gebäude- und Energietechnik, Erneuerbaren Energien sowie der Klima-, Kälte- und Lüftungstechnik befindet sich in den Hallen 8, 9, 10, 11 und in der Galleria. Hier stehen effiziente Heizungssysteme und erneuerbare Energien sowie Energieeffizienz und Behaglichkeit in der Raumlufttechnik im Vordergrund. Die politischen Veränderungen im Wärmemarkt gehören zu den bestimmenden Themen der Branche. Besucher bekommen das Gesamtspektrum innovativer Gebäudesystemtechnik zu sehen und können sich über nachhaltige Lösungen und zu den verschiedenen Technologietrends informieren.

Zu den weltweit renommierten Herstellern im Bereich effiziente Heizungstechnologien und erneuerbare Energien zählen beispielsweise Ariston, Bosch Thermotechnik, Brötje, Daikin Europe, De Dietrich Thermique, Elco, Fröling, Glen Dimplex, Grundfos, Kermi, KSB, La Nordica, MCZ, Mitsubishi Electric, Nibe, Oranier, Palazzetti, Rettig, Riello, Robert Bosch, Rotex, Reflex Winkelmann, Schiedel, Solarworld, Spartherm, Stiebel Eltron, Vaillant, Viessmann, Weishaupt, Wilo, Wodtke, Wolf und Zehnder.