Markt- und Technologieführer auf der ISH

ish_frankfurt_2015

ISH Frankfurt präsentiert internationale Marktführer. Foto: Messe Frankfurt Exhibiton GmbH / Jens Liebchen

Die Weltneuheiten-Schau ISH in Frankfur präsentiert vom vom 10. bis 14. März 2015 alle Markt- und Technologieführer aus den Bereichen ISH Water und ISH Energy an einem Ort vereint.

Innovationen und Produktneuheiten rund um die Themen Wasser und Energie bietet die Weltleitmesse ISH in Frankfurt am Main eine Bühne. Auf rund 260.000 qm präsentieren sich über 2.400 Ausstellern aus über 50 Ländern, die zur weltgrößten Leistungsschau für die Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik und Erneuerbare Energien ihre Neuheiten vorstellen.

Besonders interessant: Der Bereich ISH Energy mit der Gebäude- und Energietechnik, Erneuerbaren Energien sowie der Klima-, Kälte- und Lüftungstechnik befindet sich in den Hallen 8, 9, 10, 11 und in der Galleria. Hier stehen effiziente Heizungssysteme und erneuerbare Energien sowie Energieeffizienz und Behaglichkeit in der Raumlufttechnik im Vordergrund. Die politischen Veränderungen im Wärmemarkt gehören zu den bestimmenden Themen der Branche. Besucher bekommen das Gesamtspektrum innovativer Gebäudesystemtechnik zu sehen und können sich über nachhaltige Lösungen und zu den verschiedenen Technologietrends informieren.

Zu den weltweit renommierten Herstellern im Bereich effiziente Heizungstechnologien und erneuerbare Energien zählen beispielsweise Ariston, Bosch Thermotechnik, Brötje, Daikin Europe, De Dietrich Thermique, Elco, Fröling, Glen Dimplex, Grundfos, Kermi, KSB, La Nordica, MCZ, Mitsubishi Electric, Nibe, Oranier, Palazzetti, Rettig, Riello, Robert Bosch, Rotex, Reflex Winkelmann, Schiedel, Solarworld, Spartherm, Stiebel Eltron, Vaillant, Viessmann, Weishaupt, Wilo, Wodtke, Wolf und Zehnder.

IWES: Energiewende vergleichbar der Mondlandung – Geschäftsmodell Energiewende

Roding Roadster auf dem Prüfstand in Groß Dölln

Elektromobile Zukunft: Oberleitungs-LKW von Siemens. Foto: Siemens AG.

Die deutsche Energiewende gleicht einem „Herkulesprojekt“, industriepolitisch viermal größer als die Mondlandung der Amerikaner, so das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES).  Das IWES hat unter dem Titel „Geschäftsmodell Energiewende“ bereits im Januar 2014 eine Studie vorgelegt, vielmehr einen detaillierten und gerechneten „Master-Plan“ für den Weg zur erneuerbaren Vollversorgung bis 2050.

Die Autoren, Fraunhofer-Wissenschaftler allesamt, trauen sich, die Energiewende jenseits aller Kostendiskussionen und Legislaturperioden vom erfolgreichen Ende rückwärts zu denken. Ausgehend von der aktuellen Situation beschreiben sie ein gangbares, finanzierbares Szenario.

Allen Lesern sei der gesamte Text „Geschäftsmodell Energiewende“ und die begleitenden Texte auf Webseite zur Lektüre empfohlen. http://www.herkulesprojekt.de/

Ich selbst erlaube mir, ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit, einige besonders spannende Punkte anzusprechen.

Energiewende möglich – und lukrativ!
Technisch und finanziell sei die Energiewende bis 2050 nicht nur möglich, so die Kernbotschaft der Wissenschaftler, sondern ein „hoch attraktives Geschäft mit enormen Gewinnmöglichkeiten“. Allerdings erfordere das eine Transformation des gesamten Energiesektors, den es sorgfältig zu planen gelte, um Fehl-Investitionen zu vermeiden.

Vollversorgungsszenario 2050
Ausgehend von einem Vollversorgungsszenario 2050 wird detailliert beschrieben, welcher EE-Energiemix zukünftig sinnvoll erscheint und welche Konsequenzen das für die systemtechnischen Infrastrukturen haben wird.­­

1000 TWh Endenergie für Deutschland
Zunächst muss der Energieverschwendung Einhalt geboten werden: Statt der heute ineffizient verbrauchten 4000 TWh Primärenergie sollen in 2050 1000 TWh den gesamtwirtschaftlichen Bedarf zu 100% erneuerbar erzeugt decken.

1.200 Milliarden Euro
Gigantische 1.200 Milliarden Euro, über die nächsten 30 Jahre jährlich 40 Mrd., rund 1% des Bruttoinlandsprodukts, wird die Transformation von der betriebskostenintensiven Technologie (OPEX) in eine kapitalkostenintensive Technologie (CAPEX) kosten – und sich gerade deshalb lohnen!

Langfristige Investition, die sich rechnet
Die Finanzierbarkeit des Gesamtprojekts sei auch unter konservativen Annahmen (d.h. ohne steigende Brennstoffpreise und CO2-Schadenskosten) möglich, betonen die Autoren, die Investition verzinsten sich im Gesamtzeitraum je nach Betrachtung mit 2,3% (inflationsbereinigt), bei deutlich steigenden Preisen für Öl und Gas auf bis zu 6,7%. Renditen also, die gerade für langfristig orientierte institutionelle Investoren wie Versicherungen und Rentenfonds, durchaus interessant seien. Die gute Nachricht für den privaten Energieverbraucher: die Energiepreise müssen dafür nicht explosionsartig steigen, am Ende werden sie vermutlich sogar deutlich niedriger liegen als heute.

Windenergie und Photovoltaik
Die Fraunhofer-Wissenschaftler sind sich sicher: Bei der Transformation des Energiesystems werden Windenergie und Photovoltaik die künftigen Primärenergiequellen darstellen.

EE-Strom statt Öl
Denn erst der konsequente Ausstieg aus dem teuren Öl mache das Gesamtprojekt Energiewende gesamtwirtschaftlich finanzierbar.  Besonders „Wärme- und Mobilitäts-Dienstleistungen“ sollen dafür in den Strombereich verlegt werden.

Netzkonformer EE-Ausbau
Systemtechnisch Grundvoraussetzung für das Gelingen der Energiewende ist, so die Studie,  der netzkonforme EE-Ausbau. Was lapidar klingt, birgt politischen Sprengstoff, schlicht weil der Ausbau derzeit eben alles andere als netzkonform verläuft. Der künftige Zubau an PV-Freiflächenanlagen und Windräder muss dort stattfinden, wo der EE-Strom wirklich gebraucht wird, gemanagt von einem intelligenten Stromnetz (Smart-Grid).

100% Elektromobilität
Das bedeutet 100% Elektromobilität im Privatbereich, aber auch, hier wird der Text visionär, den Ausbau vielbefahrener Autobahnstrecken für Oberleitungs-LKW, deren Prototypen z.B. Siemens 2012 auf dem Electric Vehicle Symposium in Los Angeles (Foto) vorgestellt hat.

Abwrackprämie für Heizungen, 75% Wärmepumpen
Auch was die Zukunft der Heizung angeht,  haben die Autoren eine klare Vorstellung: „Die Wärmepumpe für den Niedertemperatureinsatz hebelt Umgebungswärme durch Einsatz von Strom typischerweise  im Verhältnis 1:3,5.“ Mit einer Abwrackprämie soll ein Anteil von 75% Wärmepumpen im Niedertemperaturbereich (Raumwärme und Warmwasser) erreicht werden.  Power-to-Heat (Tauchsieder-Prizip) für den Hochtemperaturbereich.

Master-Plan oder Planwirtschaft?
Der vorgelegte „Master-Plan“  ist für die Autoren keinesfalls Ausdruck einer Planwirtschaft. Sondern Ultima Ratio, von der Vernunft geboten. Ausgangspunkt für ein gemeinsames nationales (!) Herkulesprojekt, getragen von Wissenschaft, Politik und Bürgern in der Überzeugung gemeinsam sogar Visionäres leisten zu können: die erneuerbare Vollversorgung einer Industrienation.

 zwischenrufer / 27.05.2014

 

Kohler (DENA): Photovoltaik-Ausbau regulieren

„So geht es nicht weiter!“ sagte Kohler im SPIEGEL-Interview. „Jede neue Photovoltaik- oder Windenergieanlage, die wir nicht sinnhaft integrieren können, hat im System einen negativen Effekt.“ Foto: www.dena.de

Mit Stephan Kohler, dem Chef der halbstaatlichen Deutschen Energie Agentur (Dena), fordert nun ein ausgewiesener Energie-Experte mit Blick auf die tatsächlichen Auswirkungen des Eneuerbare Energien Gesetz (EEG) drastische Änderungen bei der Photovoltaik-Förderung. „So geht es nicht weiter!“ sagte Kohler im SPIEGEL-Interview. „Jede neue Photovoltaik- oder Windenergieanlage, die wir nicht sinnhaft integrieren können, hat im System einen negativen Effekt.“

Nur dort bauen, wo Netzkapazität vorhanden ist
Konkret schlägt Kohler vor, Ökostrom-Anlagen nur noch dort zu bauen, wo nachweislich Netzkapazitäten vorhanden sind. Politisch bedeutet das nicht weniger, als den Ausbau an die Netzkapazitäten der Betreiber anzupassen – statt umgekehrt. Die Förderung für Solarparks auf Freiflächen will er ganz streichen.

Sonst geht die Energiewende schief
Der Zubau bei Solar- und Windkraft müsse mit dem Ausbau des Gesamtsystems synchronisiert werden, „sonst geht die Energiewende schief“, so Kohler im SPIEGEL weiter.

Ausbau der Windkraft an Energienetz und Stromtrassen koppeln
Auch der Ausbau der Windkraft in Nord- und Ostsee müsse an den Ausbau der Energienetze und Stromtrassen gekoppelt werden. „Mein Vorschlag ist: Wir lassen den Zubau von Windenergie nur dann zu, wenn die Trassen wirklich stehen.“

Umweltminister Altmeier favorisiert „Volksanleihe“
So ganz will das nicht zur Strategie von Umweltminister Peter Altmeier passen: Der favorisiert aktuell eine Volksanleihe zur Finanzierung von Leitungen. „Dieses konkrete Projekt möchte ich vor der Bundestagswahl umsetzen“, sagte der CDU-Politiker dem „Tagesspiegel am Sonntag“.

>>> weiterlesen
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energiewende-liebe-leute-so-geht-es-nicht-weiter/7374676.html

zwischenrufer / 12-11-2012

Fachtagung Kleinwind-Anlagen bei RS Energietechnik in Berlin

Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung und ausgereifter Technik: Windspot von Sonkyo Energie. Foto: RS Energietechnik Teltow (Berlin).

Schwerpunktthemen: Windkrafttechnik und Rechtsfragen – jetzt anmelden

Fortschritte bei Windkrafttechnik und Speichern
Kleinwindanlagen gelten Experten als wichtiger Baustein im Energiemix der Zukunft. Während die Windkrafttechnik unaufhaltsam fortschreitet und sich auch im Bereich der Speichertechnologien einiges tut, verhindern derzeit vor allem regional unterschiedliche Auslegungen des Baurechts einen Windkraft-Boom. Um Handwerker, Architekten und Fachhändler auf den aktuellen Stand zu bringen, lädt die RS Energietechnik am 10./11.12.2012 zur zweitägigen Fachtagung Kleinwindanlagen nach Berlin. Als Referent zum Thema „Windkraft im Baurecht“ konnte Prof. Dr. Martin Maslaton von der TU Chemnitz gewonnen werden.

RS Energietechnik lädt zur Fachtagung
Die RS Energietechnik in Berlin, seit Jahresmitte 2012 deutscher Generalvertrieb des spanischen Windkraft-Spezialisten Sonkyo Energy, versteht sich als Pionierunternehmen im deutschen Markt der Kleinwindkraftanlagen.

Technische Hürden sind genommen
„Kleinwindkraftanlagen sind die ideale Ergänzung zur Photovoltaik. Zwischenzeitlich sind auch die technischen Hürden genommen. Für Gewerbe- oder Landwirtschaftsbetriebe mit hohem Stromverbrauch sind eigene Klein-Windkraftanlagen schon heute hochinteressant“, berichtet Detlef Kamp, Geschäftsführer der RS-Energietechnik. Kamp stellt in einem Auftaktreferat die neueste Generation aktueller zertifizierter Kleinwindanlagen von 20 – 100 KW von C&F Green Energy sowie Wechselrichter und Batteriesysteme vor.

Rückenwind in Deutschland
Mitgeschäftsführer Roger Schneider wird vom den teilnehmenden Partnern die Vertriebsstrategie für 2013 präsentieren. Derzeit baut die RS-Energietechnik bundesweit ein Kompetenz- und Vertriebsnetz mit exklusiven Partnern und Stützpunkthändlern auf. Die hohe Nachfrage aus dem Handwerk stimmt Schneider optimistisch: „Wir haben Rückenwind!“

Der Teilnehmerbeitrag zur Fachtagung Kleinwindanlagen am 10./11.12.2012 beträgt für Frühbucher (bis zum 9.11.12) und 278,- bzw. 253,- EUR netto zzgl. MwSt.. Die Anmeldung ist ab sofort unter: http://bit.ly/Tvzdol möglich.

zwischenrufer / 05.11.2012

Bundesverband Kleinwindanlagen (BVKW) lädt zur Fachtagung

Publizist Dr. Franz Alt. Alt, ausgezeichnet mit dem Deutschen wie dem Europäischen Solarpreis (1994 bzw. 1997), ist Auftaktsprecher beim Bundesverband Kleinwindanlagen.

Der Bundesverband Kleinwindanlagen e.V. (BVKW) lädt Ende November (27./28.11.2012) zu seiner ersten Jahrestagung in das Wolfsburger Forum Autovision.  Zu der Fachtagung unter der Überschrift „Strategien und Lösungen zur Energiewende mit Kleinwind“ werden neben Herstellern, Vertreibern und Zulieferern auch Planer und Betreiber von Kleinwindanlagen erwartet. Auftaktsprecher ist Publizist Dr. Franz Alt (Foto), der für sein publizistisches Wirken sowohl mit dem Deutschen wie dem Europäischen Solarpreis (1994 bzw. 1997) ausgezeichnet wurde.

Kleinwindkraft und Energiewende
Konzeptionell ist die erste große Fachtagung des noch jungen Verbandes der Versuch, herauszuarbeiten, welchen Beitrag zumeist privat betriebene Kleinwindkraftanlagen künftig im Kontext der staatlichen Energiewende leisten können. Inhaltlich treffen bei dieser BVKW-Tagung  Fach-Referenten aus Wissenschaft und Praxis auf ein interessiertes Fachpublikum.

WindSpot stellt Nutzungskonzepte vor
Neben bau- und naturschutzrechtlichen Problemen der Windkraft, Prognosen und politischen Implikationen, stehen auch praktische Fragen im Fokus des Interesses. So referiert beispielsweise Roger Schneider, Geschäftsführer der RS-Energietechnik und WindSpot Deutschland, über konkrete Nutzungskonzepte von Kleinwindanlagen in Landwirtschaft und Gewerbe.

Hintergrund:
Der Bundesverband Kleinwindanlagen e. V. (BVKW) dient den Betreibern, Herstellern, Vertrieben, Zulieferern und Projektierern von Kleinwindanlagen und unterstützt durch abgestimmte politische Maßnahmen die schnelle Öffnung des nationalen Marktes. Die Marktöffnung soll gute Produkte zu erschwinglichen Preisen hervorbringen. Zusätzlich verfolgt der BVKW das Ziel, durch den Einsatz von Kleinwindanlagen gekoppelt mit anderen erneuerbaren Energien die dezentrale Versorgung voranzutreiben bis hin zur autarken Versorgung von Einzellokationen an besonders geeigneten Standorten.

>>> Bundesverband Kleinwindanlagen / Tagungsprogramm
>>> www.sonnenseite.com

zwischenrufer / 15.10.2012