SMA-Comicfilmreihe zur Photovoltaik

Der SMA  jüngster Spot (Kurzfilm), Auftakt einer Comicfilmreihe zur Photovoltaik.Der SMA  jüngster Spot (Kurzfilm), Auftakt einer Comicfilmreihe zur Photovoltaik.

Der SMA jüngster Spot (Kurzfilm), Auftakt einer Comicfilmreihe zur Photovoltaik.Der SMA jüngster Spot (Kurzfilm), Auftakt einer Comicfilmreihe zur Photovoltaik.

Die Energiewende in Deutschlad ist mittlerweile ohne Alternative, schlicht weil der Ausstieg aus der Atomenergie in einem breiten gesellschaftlicher Konsens gründet. Es kann also nur noch darum gehen, diese energiepolitische Grundsatzentscheidung zu operationalisieren, sprich in die Tat umzusetzen und die unausweichlichen Lasten dabei „vernünftig“ zu verteilen. Manche – wie z.B. das Frauenhofer ISE Freiburg – begleiten die Energiewende kritisch und leisten dabei auch konstruktive Argumentationshilfe für die deutsche Politik und Öffentlichkeit.

Die SMA, deren Aufsichtsratschef Günter Cramer lange Jahre als Vorsitzender des Bundersverand Solarwirtschaft (BSW-Solar) so etwas wie den Cheflobbyisten der Solarwirtschaft gegeben hat, ist mit ihren Produkten längst in den globalen Märkten angekommen. Und dabei wieder bei den „Basics“. Der SMA  jüngster Spot (Kurzfilm), Auftakt einer Comicfilmreihe zur Photovoltaik, ist für den deutschen Markt eigentlich zu flach. http://www.youtube.com/watch?v=UXwC0OGxgx4&list=PLE3185C0A68F3AF1F&index=2

http://www.youtube.com/watch?v=NiLclDgfriA&list=UULpKdGd_bgr2s5cwexaNHQw&index=1

http://www.youtube.com/watch?v=NiLclDgfriA&list=UULpKdGd_bgr2s5cwexaNHQw&index=1

Zur Entlastung der – vermulich – hochkarätig besetzten Marketingabteilung der SMA sei vermutet, dass es sich dabei wohl um einen Spot für einen ausländischen Markt handelt, der – auch – in die Muttersprache des Konzerns vertont wurde.  Alternativ sei die englischssprachige Version empfohlen. Oder eines der vielen anderen informativen youtube-Videos von SMA.

zwischenrufer / 24.01.2013

50 Millionen EUR Stromspeicher-Subvention angekündigt

Bundesumweltminister Altmeier lässt ankündigen: 50 Millionen Stromspeicher-Subvention

Heute meldet die Frankfurter Rundschau (FR), dass die Bundesregierung nun noch vor Ostern ein Subventionsprogramm für private Klein-Stromspeicher für Photovoltaik-Anlagen auflegen möchte. 50 Millionen EUR sind angekündigt, 2.000 EUR Förderung pro Stromspeicheranlage sind angedacht, 25.000 Anlagen könnten zunächst gefördert werden. „Wir wollen die Technologie-Entwicklung anstoßen und dem Kleinspeicher-Markt auf die Sprünge helfen“, begründete ein ungenannter Sprecher von Bundesumweltminister Peter Altmeier die Initiative gegenüber der FR. Prompt begrüßt auch Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) die nächste angekündigte Subvention für seine Branche. Wenn sich alle einig sind, wird die Richtung ja wohl stimmen, denkt der interessierte Beobachter zunächst. Das Gegenteil ist trotzdem der Fall!

Billige politische Propaganda
Was wie Umweltpolitik daherkommt, ist nichts als billige politische Propaganda: Die Initiative zu einer weiteren – nicht durchdachten- Subvention stammt aus Sachsen, genauer (ausgerechnet!) von der sächsischen FDP. Die FDP bangt bekanntlich nicht nur um den Einzug in den nächsten Bundestag – sie will auch die Photovoltaik-Förderung möglichst noch vor der Wahl noch einmal deutlich kürzen. Um bei der Diskussion um ihr „Quotenmodell nach schwedischem Vorbild“ demnächst – vor dem grün-liberalen Klientel – nicht nackig dazustehen wie der Kaiser in Hans Christian Anders Märchen, instrumentalisiert sie das Ministerium des schwachen sogenannten Umweltministers Altmeier. Wie wenig Substanz die Idee hat, sieht man schon daran, wie es lanciert wird. Nicht der Umweltminister hebt das Thema auf sein Schild, im Gegenteil: ein ungenannter Sprecher trägt sie der FR mit eine Begründung vor, mit der sich auch Subventionen für die Entwicklung neuer Toaster oder Vibratoren rechtfertigen ließen.

Strom-Speichertechnik längst nicht ausgereift
Aber auch inhaltlich ist die neue Stromspeicher-Subvention Quatsch: Derzeit ist die Strom-Speichertechnik längst nicht ausgereift. Die in diesem Jahr aus diesem Programm geförderten Kleinspeicher werden daher weder das Strom-Verteilungsproblem entschärfen, noch werden sich die Investitionskosten jemals amortisieren. Das zumindest ist der aktuelle inhaltliche Konsens in Fachkreisen.

Die Opposition wird mitspielen
Selbst die Opposition wird diese traurige Wahrheit, zumal im Wahljahr, nicht problematisieren. Schon weil man nicht als Gegner innovativer Umweltpolitik missverstanden – sondern als Vollender der Energiewende in die Regierung gewählt – werden will.

Gekniffen sind mal wieder wir Steuerbürger. In Zeiten milliardenschwerer, alternativloser Rettungsschirm-Verdichtungen, sind 50 Millionen EUR Steuergeld längst das, so scheint es, was sie für Banker immer schon waren: Peanuts. Für ein sinnloses Vorwahlgeschenk der FDP ist auch das zu viel.

zwischenrufer / 16.01.2013

Australien beendet Photovoltaik-Förderung zum Jahresende

Zeitzeugen früherer Euphorie: Australische Briefmarkenserie zur Energiewende (2004). Vergangene Woche kündigte die australische Regierung den vorzeitigen Abbruch ihrer Solar-Förderung, der so genannten Solar-Kredite, an. Die staatliche Förderung des Solarstroms soll bereits zum 01.01.2013 eingestellt werden.

Vergangene Woche kündigte die australische Regierung den vorzeitigen Abbruch ihrer Solar-Förderung, der so genannten Solar-Kredite, an. Die staatliche Förderung des Solarstroms soll bereits zum 01.01.2013 eingestellt werden, also sechs Monate früher als geplant. Ab 2013 wird Photovoltaik in Australien dann nur noch mit Grünstrom-Zertifikaten im Rahmen des Regierungsprogramms zum Ausbau der erneuerbaren Energien gefördert (Renewable Energy Target System).

 

Solarförderung gekappt, Einspeisevergütung gekürzt
Die Regierung erklärte, so meldet es www.solarserver.de, durch diesen Schritt falle die Erhöhung der Strompreise für Endkunden aufgrund der Kosten der Photovoltaik-Förderung geringer aus. Der Australische Rat für saubere Energie und der Rat für Solarenergie hingegen kritisieren den Zeitpunkt der Änderung. “Seit die australische Regierung die Solar-Förderung zum 01.07.2012 gesenkt hat und die Bundesstaaten die Einspeisevergütungen reduzieren, ist die Nachfrage nach privaten Solarstromanlagen enorm gesunken. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass sie in naher Zukunft wieder steigen wird”, sagte John Grimes, Geschäftsführer des Australischen Rats für Solarenergie.

Gut für den Geldbeutel, schlecht für das Weltklima
Die Problemlage ist mit der in Deutschland vergleichbar: Was beim australischen Stomverbraucher in Zeiten steigender Strompreise gut ankommt, konterkariert die weltweit zu beobachtenden Bemühungen, den globalen Klimawandel aufzuhalten.

Sonneneinstrahlung dreimal höher als in Deutschland
Hintergrund: Die Sonneneinstrahlung in Australien liegt mit 2.500 bis 3.400 kWh/m2 pro Jahr ungefähr dreimal so hoch wie in Deutschland. Noch vor wenigen Monaten kam Prof. Dr. Andrew Blakers von der Australian National University im Rahmen einer Studie zu dem Ergebnis, dass ganz Südostasien mit Hilfe von großen australischen Solar-Kraftwerken (Photovoltaik und solarthermische Kraftwerke), neuen Pumpspeicherkraftwerken und einem Hochspannungs-Gleichstromübertragungsnetz (HGÜ-Supergrid) mit Solarstrom für 8 Cent pro Kilowattstunde versorgt werden könnte.

zwischerufer / 22.11.2012

Günther Häckl neuer Präsident des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW)

Dr. Günther Häckl heißt der gestern Abend gewählte neue Präsident des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) und kommt – wie sein Vorgänger Günther Cramer – von der SMA.

Dr. Günther Häckl heißt der gesterm Abend gewählte neue Präsident des Bundesband Solarwirtschaft (BSW-Solar) und kommt – wie sein Vorgänger Günther Cramer – von der SMA. Cramer, Aufsichtsratsvorsitzender der SMA und diesjähriger Träger des renommierten Deutschen Umweltpreises, hatte sich nach drei Jahren an der Spitze des weltweit größten Solarverbands nicht erneut zur Wahl gestellt und wurde für sein Wirken zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Von den über 200 anwesenden Solarunternehmern in ihrem Amt bestätigt wurden Vizepräsident Helmut Jäger (Solvis) sowie die Präsidiumsmitglieder Holger von Hebel (Bosch Solar Energy), Michael Schäfer (Energiebau Solarstromsysteme) sowie Andreas Wagner (Wagner & Co Solartechnik). Matthias Reitzenstein (Wikora) übernimmt künftig das Amt des Schatzmeisters. Ebenfalls neu im Amt sind Norbert Hahn (IBC SOLAR), Milan Nitzschke (SolarWorld), Michael Herr (Juwi) und Dr. Alexander Kirsch (CentroSolar).

Günther Häckl will in den nächsten Jahren die Voraussetzungen für einen weiteren kraftvollen Ausbau der Solarenergie in Deutschland schaffen und diese zu einer tragenden Säule der Energieversorgung ausbauen. Dabei sieht er sich in guter Gesellschaft: „Mit Solarenergie nehmen die Menschen die Energiewende jetzt selbst in die Hand. Fast drei Millionen Solaranlagenbetreiber leisten bereits einen unverzichtbaren Beitrag zum Umbau der Energieversorgung“, so Günther Häckl.

zwischerufer / 22.11.2012

Auch Bosch steigt beim Wüstenprojekt Desertec aus

Vehementester Fürsprecher des größten europäischen Ökoprojekts Desertec ist mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger ausgerechnet ein ehemaliger Atomkraft-Fan. Der europäische Strommmarkt sei zu Gunsten abgeschriebener Atom- und Wasserkrafwerke verzerrt, unzureichende Konkurrenz verteure den Strom zusätzlich. Foto: www.wikipedia.de

Nachdem Siemens letzte Woche den Komplett-Ausstieg aus der Solartechnik verkündet hat, ist nun mit Bosch Rexrodt ein weiteres deutsches Industrieunternehmen aus dem hochambitionierten Wüstenprojekt Desertec, das Europa dereinst mit Sonnenstrom aus dem Mittelmeerraum versorgen soll,  ausgestiegen. Zwar wollen Schott Solar, Eon und die Münchner Rück laut Handelsblatt dem ergeizigen Wüstenprojekt treu bleiben, doch die Vision, mit billiger Solarenergie aus der Sahara in Europa alsbald gute Geschäfte machen zu können, droht sich zwischen den politischen und konjunkturellen Bedingungen aufzulösen.

EU: Keine Solarkraftwerke in der Westsahara
Zwar baut man im marokkanischen Quarzazate derzeit ein 160 Megawatt-Kraftwerk das bereits 2013 ans Netz gehen und bis 2017 auf 500 MW ausgebaut werden soll. Doch das dann größte thermische Solarkraftwerk der Welt soll der Stromversorgung Marokkos dienen. Weitere Standorte für Solarstromkraftwerke plant Marokko allerdings in der völkerrechtswidrig besetzten Westsahara, was das Europaparlament entschieden ablehnt.

Spaniens konservative Regierung fährt Förderung herunter
Zweites Problem ist die konservative spanische Regierung unter Ministerpräsident Mariano Rajoy, die angesichts der akuten spanischen Wirtschaftskrise eine eigene Energiewende vollzieht. Einen Salto rückwärts allerdings! Rajoy fährt die Förderung erneuerbarer Energiequellen, auch für zukunftsträchtige solarthermische Anlagen wie das Parabolrinnenkraftwerk im spanischen Arenales, gerade gegen Null. Damit droht Spanien, das im Desertec-Konzept ebenfalls als Strom-Erzeugerland vorgesehen ist, zum Stromtransitland abzusteigen.

EU-Energiekommissar Oettinger: Strommarkt verzerrt
Vehementester Fürsprecher des größten europäischen Ökoprojekts ist mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger ausgerechnet ein ehemaliger Atomkraft-Fan. Der europäische Strommmarkt sei zu Gunsten abgeschriebener Atom- und Wasserkrafwerke verzerrt, unzureichende Konkurrenz verteure den Strom zusätzlich. Seit Sommer versucht nun gerade Oettinger die Spanier davon zu überzeugen, die Potenziale erneuerbarer Energien stärker zu nutzen, um sich mittel- und langfristig von teuren Energieimporten unabhängig zu machen. Doch kurzfristig würde die spanische Regierung lieber Uralt-Atomkraftwerke am Netz halten.

Keine Rendite in Sicht
Mit Siemens und Bosch sind nun zwei wichtige Industriepartner ausgestiegen, um in wirtschaflich schwierigen Zeiten nicht noch mehr Geld in unwägbaren Projekten zu verbrennen.

zwischenrufer / 15.11.2012