Energiebunker Hamburg: Paradigma AquaSystem mit 1.350m² Röhrenkollektoren

Der Wilhelmsburger Flakturm wird nun zum Energiebunker: Der Hochbunker soll als Projekt zur Internationalen Bauausstellung Hamburg 2013 (IBA) zum Öko-Kraftwerk umfunktioniert werden.

Der Wilhelmsburger Flakturm wird zum Energiebunker: Der Hochbunker soll als Projekt zur Internationalen Bauausstellung Hamburg 2013 (IBA) zum Öko-Kraftwerk umfunktioniert werden.

Der ehemalige Flakbunker in Wilhelmsburg ist das Symbol des Klimaschutzkonzeptes Erneuerbares Wilhelmsburg, einem Projekt zur Internationalen Bauausstellung (IBA) Hamburg 2013. Das seit Kriegsende nahezu ungenutzte Monument wird derzeit saniert und zu einem regenerativen Kraftwerk mit Großwärmespeicher ausgebaut. Er versorgt künftig das Reiherstiegviertel mit klimafreundlicher Wärme und speist erneuerbaren Strom in das Hamburger Verteilnetz ein.

Auf dem Energiebunker liefert ein Paradigma AquaSystem mit 1.350m² Röhrenkollektoren gemeinsam mit einem Biomasse-Blockheizkraftwerk Warmwasser und Heizwärme für ein mehr als 1,2 Quadratkilometer (120 Hektar) großes Stadtgebiet.

Bereits am 20.01.2013 berichtete der NDR aus Hamburg
>>> Energiebunker vor Fertigstellung

zwischenrufer / 21.02.2013

SMA-Comicfilmreihe zur Photovoltaik

Der SMA  jüngster Spot (Kurzfilm), Auftakt einer Comicfilmreihe zur Photovoltaik.Der SMA  jüngster Spot (Kurzfilm), Auftakt einer Comicfilmreihe zur Photovoltaik.

Der SMA jüngster Spot (Kurzfilm), Auftakt einer Comicfilmreihe zur Photovoltaik.Der SMA jüngster Spot (Kurzfilm), Auftakt einer Comicfilmreihe zur Photovoltaik.

Die Energiewende in Deutschlad ist mittlerweile ohne Alternative, schlicht weil der Ausstieg aus der Atomenergie in einem breiten gesellschaftlicher Konsens gründet. Es kann also nur noch darum gehen, diese energiepolitische Grundsatzentscheidung zu operationalisieren, sprich in die Tat umzusetzen und die unausweichlichen Lasten dabei „vernünftig“ zu verteilen. Manche – wie z.B. das Frauenhofer ISE Freiburg – begleiten die Energiewende kritisch und leisten dabei auch konstruktive Argumentationshilfe für die deutsche Politik und Öffentlichkeit.

Die SMA, deren Aufsichtsratschef Günter Cramer lange Jahre als Vorsitzender des Bundersverand Solarwirtschaft (BSW-Solar) so etwas wie den Cheflobbyisten der Solarwirtschaft gegeben hat, ist mit ihren Produkten längst in den globalen Märkten angekommen. Und dabei wieder bei den „Basics“. Der SMA  jüngster Spot (Kurzfilm), Auftakt einer Comicfilmreihe zur Photovoltaik, ist für den deutschen Markt eigentlich zu flach. http://www.youtube.com/watch?v=UXwC0OGxgx4&list=PLE3185C0A68F3AF1F&index=2

http://www.youtube.com/watch?v=NiLclDgfriA&list=UULpKdGd_bgr2s5cwexaNHQw&index=1

http://www.youtube.com/watch?v=NiLclDgfriA&list=UULpKdGd_bgr2s5cwexaNHQw&index=1

Zur Entlastung der – vermulich – hochkarätig besetzten Marketingabteilung der SMA sei vermutet, dass es sich dabei wohl um einen Spot für einen ausländischen Markt handelt, der – auch – in die Muttersprache des Konzerns vertont wurde.  Alternativ sei die englischssprachige Version empfohlen. Oder eines der vielen anderen informativen youtube-Videos von SMA.

zwischenrufer / 24.01.2013

Wegen Klage der Solarindustrie keinen Handelskrieg mit China riskieren!

Karl Brenke, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Konjunkturpolitik am DIW Berlin, kritisiert das aktuelle Anti-Subventionsverfahren und warnt vor einem drohenden Handelskrieg mit China. Foto. DIW.

Anfang November 2012 kündigte die Europäische Kommission die Einleitung eines Anti-Subventionsverfahrens gegen China an. Angriffspunkt sind die Einfuhren von chinesischen Solarmodulen, Solarzellen und Wafern (Halbleiter-Rohlinge).  Geprüft wird nun, ob in China die Produktion staatlicherseits gefördert und die europäische Konkurrenz dadurch geschädigt wird. Antragsteller ist ausgerechnet EU Prosan, eine gemeisame Initiative der europäischen Solarindustrie. In einem gerade veröffentlichten Kommentar warnt Karl Brenke, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Konjunkturpolitik am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), davor „dass wegen der Klagen der allseits gepäppelten hiesigen Solarindustrie ein Handelsstreit mit China vom Zaun gebrochen wird“.

Das Verfahren ist an Scheinheiligkeit tatsächlich kaum zu überbieten: Nicht nur, dass chinesische Unternehmen, vom europäischen Solarboom angelockt, in 2012 vermutlich Photovoltaik-Produkte im Wert von rund 21 Milliarden in die EU eingeführt hat, dürfte die Industrie hinter EU Prosan ärgern. Global betrachtet werden bereits zwei Drittel aller Photovoltaik-Module in China produziert, 80% des Bedarfes gehen in den europäischen Markt.

EU kein subventionsfreier Raum
Karl Brenke, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Konjunkturpolitik am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dürfte sich mit seinem jüngsten Kommentar (Wer im Glashaus sitzt …) bei der Solarlobby keine Freunde gemacht haben. „Es mag ja durchaus sein, dass die Produktion in China subventioniert wird. Verwundern muss die Klage der Lobby aber dennoch. Denn die EU ist alles andere als ein subventionsfreier Raum. Gerade in Deutschland wurde – und wird immer noch – die Solarindustrie so stark unterstützt wie keine andere Branche. Jemand, der sich Solarpaneele aufs Dach schrauben lässt, kann begünstigte Kredite erhalten. Und wenn der gewonnene Strom ins Netz geleitet wird, gibt es die weit über dem Marktpreis liegende Einspeisevergütung.

Klagen der allseits gepäppelten Solarindustrie
Das Anti-Subventionsverfahren gefährde das gute deutsch-chinesische Verhältnis. „Es kann und darf nicht sein, dass wegen der Klagen der allseits
gepäppelten hiesigen Solarindustrie ein Handelsstreit mit China vom Zaun gebrochen wird“, so Brenke. „Ein so exportabhängiges Land wie Deutschland kann sich keinen Rückfall in einen Protektionismus leisten. Im Übrigen gilt: Einen Subventionswettlauf vermeidet man am besten dadurch, indem man die Subventionen abschafft – und zwar überall.

Vollständiger Text:
>>> Karl Brenke, DIW, „Wer im Glashaus sitzt …“

zwischenrufer / 10.01.2012

Die Sonne brennt uns ein Loch ins Portemonnaie

Irre! Als ich vor vermutlich 25 Jahren von einem Gemeinderatskollegen zum ersten Mal mit dem Thema  Photovoltaik konfrontiert wurde, waren solarbetriebene Parkuhren noch Utopie.  Und nun ist am vergangenen Pfingstwochenende die geeinte Republik  – wenigstens ein paar Stunden lang und zumindest theoretisch – ganz kurz davor gewesen, erstmals in ihrer Geschichte den gesamten Strombedarf (wohlgemerkt eines Feiertages) mit  Sonnenstrom zu decken.  Auf rund einer Million Bürgerdächern allerorten wurde mit rund 22.000 Megawatt eine Strommenge erzeugt,  für die unter der Regierung Kohl (und seiner Umweltministerin Angela Merkel) seinerzeit  20 Atomkraftwerke nicht ausgereicht hätten.

Sensationell gute Nachrichten, eigentlich
Ich finde das sind sensationelle gute Nachrichten!  Und wundere mich darüber, dass in diesen Tagen nicht allgegenwärtiger Freudentaumel vorherrscht. Selbst linksbewegte Flashmobs hätte ich mir vorstellen können. (Auf meinem Plakat hätte gestanden: „Siehste Helmut, doch keine kleine Minderheit linken akademischen Pöbels!“)

Solarstromförderung trotzdem ein Desaster
Dass nun nicht die ganze Republik in Jubel  ausbricht, hat mindestens zwei Gründe:
Erstens ist die über das Einspeisegesetz „gesteuerte“  Solarstromförderung ohne Frage ein politisches Desaster.  Statt ökologisch sinnvolles Verhalten (selbsterzeugten Strom selbst verbrauchen) angemessen zu belohnen, hat die Politik das Thema jahrelang kommerzialisiert. Die Zeche, sprich die vollmundig versprochene Rendite, zahlen vor allem jene, die weder über ein eigenes Dach noch die notwendigen Barmittel verfügen, ebenfalls eine öffentlich geförderte solare Selbstbereicherungsanlage zu installieren. Auch wenn die Zahlen schwanken, 10 Subventionseuro alleine für die PV-Förderung zahlt bereits heute jeder ob er will oder nicht mit der monatlichen Stromrechnung. Tendenz deutlich steigend.

Der Winter kommt sicher
Zweitens setzt die einseitige PV-Förderung industriepolitisch die falschen Akzente. Denn während im Sommer erhebliche Strommengen photovoltaisch produziert werden können, kommt die „Solarernte“  in deutschen Wintern fast zum Erliegen. Bislang waren für diese sonnenarmen Monate neue, emissionsarme Kohle- und Gaskraftwerke geplant, die sich allerdings wegen des gesetzlichen Einspeisevorrangs von Ökostrom kaum noch wirtschaftlich darstellen lassen.

Restlaufzeit der Regierung noch ungewiss
Erstmals scheinen die Warnungen der Bundesnetzagentur vor kritischen Versorgungsengpässen im kommenden Winter keine lobbygetriebene Propaganda zu sein. Spätestens bis zur Energiekrise im Winter sollte der neue Bundesumweltminister in sein neues Amt eingearbeitet sein.  Angesichts der vermuteten Restlaufzeit der aktuellen Regierung Merkel wird er wohl trotzdem keine energiepolitischen Akzente mehr setzen können.

31.05.2012 / zwischenrufer

Solarzellen mit 44 Prozent Wirkungsgrad

Organische Halbleiterschicht ermöglicht Blaulicht-Verwertung
Solarpanels: 44 Prozent Effizienz dank Pentacen

Solarpanels: 44 Prozent Effizienz dank Pentacen

Cambridge. Forscher an der Universität im britischen Cambridge haben einen Weg gefunden, um Solarzellen um 25 Prozent effizienter arbeiten zu lassen. Dabei setzen sie auf einen organischen Halbleiter namens Pentacen und können damit bislang ungenutzte Lichtanteile verwenden. Sie haben auch den Produktionsprozess überarbeitet, womit die Herstellung der deutlich billiger sein soll.

Pentacen fängt Blau-Spektrum
Herkömmliche Zellen auf Siliziumbasis stehen derzeit bei einer Maximalausbeutevon 34 Prozent, das durchschnittliche Photovoltaik-Panel verwertet etwa 13 Prozent des Lichts. Die Erfindung aus Cambridge steigert die Ausbeute auf bis zu 44 Prozent, was den größten Leistungssprung seit einigen Jahren bedeutet. Der interne Quanteneffizienzgrad liegt sogar bei über 50 Prozent, die Konversionsrate erreicht 1 Prozent.

Das Geheimnis dahinter ist eine Pentacen-Schicht, die sich in der Oberfläche verbirgt. Diese ermöglicht es, auch den blauen Anteil des Lichtes zu nutzen. Dies gelingt in einer Umsetzung von einem Elektron je zwei Photonen. Bisher eingesetzte Technologie verwertete dieses Farbspektrum nicht, sondern führte es als Wärme ab.

Rollendruck soll Herstellung verbilligen
Die Wissenschaftler arbeiteten auch an der Beschleunigung des Produktionsprozesses. Die von ihnen entwickelten Hybrid-Solarzellen können im Rollendruckverfahren hergestellt werden. Dies ist nicht nur schneller, sondern auch wesentlich günstiger als der übliche Produktionsprozess. Das Entwicklerteam hat seine Erkenntnisse über die „Singlet Exciton Fission-Sensitized Infrared Quantum Dot Solar Cells“ als Paper im Journal der American Chemical Society veröffentlicht.

Quelle: www.pressetext.de / 13.02.2012